Diese Woche vernahmen wir in Ebikon Wunderliches:

F.S., ein Schindler-Manager und wohl wohlhabender Einwohner von Ebikon, postete auf LinkedIn einen Beitrag. Dieser wurde fleissig geliked und kommentiert, es wurde fröhlich gratuliert. Notabene auch von Gemenderät:innen, Parlamentsmitgliedern, Sympathisant:innen. Es ging um Folgendes: besagter F.D. postete die Grusskarte des Gemeindepräsidenten Daniel Gasser und der Finanzvorsteherin Susanne Trösch-Portmann. „Herzlichen Dank, dass Sie mit Ihrem Steuerbeitrag unsere Gemeinde stärken. Als Zeichen unserer Wertschätzung schenken wir Ihnen zwölf Eintritte in die Rotseebadi. Die Badeeintritte ruhen auf einem handgefertigten Mini-Liegestuhl, der von der Stiftung Blickfeld in Horw gestaltet wurde.“

 

 

 

Was sind „gute“ Steuerzahlende? Stärken wir nicht alle gleichermassen und anteilsmässig? „Gut“, ist das pünktlich, ehrlich und vollständig? Oder viel? Und was heisst das eigentlich?
Roni Vonmoos, Vorstand GRÜNE Ebikon

Nun ist es doch so, dass Steuern das Rückgrat sind unserer Demokratie. Die Steuern ermöglichen die Investitionen in die Infrastruktur, in Bildung und Forschung, und sind somit der Grundstein, überhaupt Vermögen aufzubauen. Und passende Arbeitnehmende für Unternehmen zu rekrutieren.

Der Rest ist Gesetz: Einkommen und Vermögen deklarieren, veranlagen, bezahlen. Da muss niemand dankbar sein dafür, das müssen wir schliesslich alle. 
Alex Donas, Gemeindeparlamentarier, Vorstand GRÜNE Ebikon

Hast Du Deine Freikarten für die Rotseebadi auch schon bekommen? Mit Geschenken und Co wird doch nur wieder das Narrativ bedient, dass alle Vermögenden wegziehen würden und Familienunternehmen samt Arbeitsplätzen bedroht wären. Steuern zu bezahlen ist Demokratie. 

Der Gemeinderat wäre gut beraten, Badi-Eintritte an die Teile der Bevölkerung zu verschenken, die pünktlich und korrekt ihre Steuern zahlen, sich aber Eintritte wie diesen kaum mehr leisten können, da Krankenkassenprämien und Mieten den ganzen Rest des Lohnes weggefressen haben.

Wir GRÜNEN Ebikon werden uns einsetzen, Licht in die Praktiken des Gemeinderats zu bringen. Wir bleiben drann, für die Demokratie, für alle.