Die Petition entstand im Zusammenhang mit der Entscheidung des Gemeinderates und des Gemeindeparlaments, ein Grundstück auf dem Areal Sonne an einen Investor zu verkaufen. Gegen diese Pläne hat sich in der Bevölkerung Widerstand geregt. Denn in den Nachbargebäuden, welche durch den Investor abgerissen werden sollen, um Neubauten Platz zu machen, befinden sich Betriebe, welche wichtig sind für das gesellschaftliche Zusammenleben in unserer Gemeinde: Das Restaurant Sonne und die Kultursonne. Das Restaurant Sonne ist eines der wenigen verbliebenen Wirtshäuser im Zentrum der Gemeinde. In seinem Saal fanden über Jahrzehnte Vereinsversammlungen und Anlässe statt. Die Kultursonne befindet sich im Gebäude neben dem Restaurant und bietet Raum für kulturelle Anlässe wie Konzerte und ist von regionaler Bedeutung.

So erstaunt es nicht, dass innert kürzester Zeit über 30 Unterschriften von Menschen mit ganz unterschiedlichem politischen Hintergrund zusammengekommen sind. 

Co-Präsidentin Melanie Fuchs, Co-Präsident Markus Aregger und Adrian Holenstein vom Vorstand übergeben Roland Baggenstos (Gemeindeschreiber, zweiter von Links) die Petition.
Die Unterschriften zeigen, dass das Thema die Menschen in Ebikon bewegt. Wir fordern vom Gemeinderat, die bestehenden Kultur- und Begegnungsräume zu erhalten und dafür den bestehenden Betrieben Sonne und Kultursonne neue Standorte zu ermöglichen.
Melanie Fuchs, Co-Präsidentin GRÜNE Ebikon

Wir GRÜNEN kritisieren zudem die kurzsichtige Bodenpolitik der Gemeinde. Während Nachbargemeinden alles daran setzen, Grundstücke der Spekulation zu entziehen und bezahlbaren Wohnraum sowie Kulturflächen zu sichern, gibt Ebikon wertvolle Grundstücke im Zentrum der Gemeinde leichtfertig aus der Hand.

Ich finde es sehr fragwürdig: Die Gemeinde erarbeitet gerade eine neue Immobilienstrategie, die erst Ende 2026 fertig sein wird. Gleichzeitig schafft sie durch den Verkauf eines Grundstücks Fakten, bevor die Strategie überhaupt steht. Dass das Grundstück zudem verkauft und nicht im Baurecht vergeben wurde, kann ich gar nicht verstehen.
Adrian Hollenstein, Vorstand GRÜNE Ebikon

Mit dem Einreichen der Petition liegt der Ball nun beim Gemeinderat. Er hat sechs Monate Zeit, zur Petition Stellung zu nehmen. Die GRÜNEN Ebikon werden den weiteren Prozess kritisch begleiten.