Wohninitiative lanciert
Der Mieterinnen- und Mieterverband Luzern NW OW UR, die Grünen Ebikon und die SP Ebikon haben zusammen die «Wohninitiative Äbike» lanciert. Die Initiative fordert die Unterstellung Ebikons unter das kantonale Gesetz über die Erhaltung von Wohnraum. Damit soll der Erhöhung von Mieten und dem Verlust des preisgünstigen Wohnraums ein Riegel geschoben werden.
Auch in Ebikon schlägt die Wohnkrise durch: Es sind kaum Wohnungen zu finden und die, welche es gibt, sind für immer mehr Ebikoner:innen nicht mehr zahlbar. 48 freie Wohnungen waren zuletzt in Ebikon noch gemeldet. Die Leerwohnungsziffer liegt klar unter dem kantonalen Schnitt. Währenddessen werden die Mieten erhöht. Ein Blick auf die Wohnungsinserate zeigt es deutlich. «Gestern, am 9. Juli, waren gerade einmal 6 Wohnungen verfügbar. 2 davon befristet wegen anstehendem Umbau, keine davon mit mehr als 3 Zimmern. Die Preise sind um die 2’000.- pro Monat für eine 3-Zimmer Wohnung, weit mehr also, als das die meisten Leute heute in Ebikon für eine vergleichbare Wohnung zahlen.» So fasst SP-Einwohnerrätin Sandra Benz die schwierige Lage zusammen.
Zusammen mit dem MV Luzern verlangen Grüne und SP Ebikon wirksame Massnahmen gegen den Verlust an preisgünstigem Wohnraum. Die «Wohninitiative Äbike» will den preisgünstigen Wohnraum erhalten. Sie fordert, dass sich die Gemeinde Ebikon dem kantonalen Gesetz über die Erhaltung von Wohnraum GEW unterstellt. «Unterstellt sich Ebikon dem Gesetz über die Erhaltung von Wohnraum werden Umbauten bewilligungspflichtig, wenn der Mietzins wesentlich erhöht wird. Damit wollen wir verhindern, dass noch mehr preisgünstiger Wohnraum für Rendite-Sanierungen verschwindet.» So Mario Huber, Präsident der SP Ebikon.